Nudelteig selber machen: So geht’s

6. Mai 2012 Aus Von Linda

Nudelteig selber machen ist gar nicht so schwer, wie es scheint. Natürlich braucht man ein wenig Übung, aber das richtige Equipment macht die Sache deutlich einfacher.

Gut, es muss nicht unbedingt eine professionelle Pastamaschine sein, etwas Geschick im Umgang mit dem Nudelholz tut es zur Not auch. Gerade wer zum allerersten Mal seinen Nudelteig selber machen möchte und noch nicht weiß, ob dieser Versuch vielleicht der letzte sein wird, sollte sich nicht gleich so ein Küchengerät zulegen. Doch wenn man erst den Bogen raus und beschlossen hat, es mit der selbst gemachten Pasta öfter zu versuchen, der wird an einer professionellen Nudelmaschine viel Freude haben.

Nudelteig selber machen: Ein Grundrezept

Für einen Nudelteig braucht es kaum Zutaten, dafür aber umso mehr Muskelkraft. Der Teig wird nämlich recht fest und muss mit viel Ausdauer geknetet werden. Hier ist besagte Nudelmaschine eine große Hilfe, doch für die ersten Versuche kann man sich auch so durch diesen Vorgang wagen, zur Not eben mit einem kräftigen Helfer, mit dem man sich beim Kneten abwechseln kann. Gut zehn Minuten Knetzeit sollte man hier schon einrechnen.

Für einen einfachen Grundteig nimmt man pro Person 100 Gramm Mehl, die auf der Arbeitsplatte in der Küche aufgehäuft werden. In das Mehl formt man eine Mulde, hier kommen eine Prise Salz, ein ganzes Ei sowie pro Person je ein Eigelb (Größe M) und einen halben Esslöffel Öl hinein. Mit den Fingern klaubt man dann stückweise das Mehl in die Mitte und vermischt es mit den übrigen Zutaten. Der daraus entstehende Teig muss solange geknetet werden, bis er nicht mehr klebt, erst dann haben sich alle Zutaten zufriedenstellend verbunden.

Das Mehl sollte deswegen nach und nach eingearbeitet werden, da mit der Größe der Eier die Menge an Flüssigkeit variiert, weswegen manchmal etwas weniger Mehl nötig sein kann. Ist dagegen  der Teig auch mit viel Kneten noch zu nass, braucht es noch etwas mehr Mehl. Der Teig muss nun wenigstens eine halbe Stunde ruhen, bevor er weiterverarbeitet wird. Dazu wird er dann mit einem Nudelholz dünn ausgerollt, was am besten portionsweise geschieht, und in die gewünschte Form geschnitten. Um lange Nudeln zu schneiden, faltet oder rollt man den Teig am besten, so muss man mit dem Messer keine langen Wege hinlegen.

Auch lecker: Nudelteig mit Gries

Das oben erläuterte Grundrezept ist natürlich nur eines von vielen. Man kann Nudelteig auch noch einfacher nur aus Wasser und Mehl herstellen, ganz ohne Ei und Öl. Außerdem ist Nudelteig auch aus Gries eine leckere Sache, dabei wird Hartweizengries verwendet, der je nach Geschmack einen Teil des Mehls ersetzt. Möglicherweise sind hier dann aber mehr Eier notwendig. Die einfachste Variante wären drei Eier auf 200 Gramm Mehl und 100 Gramm Gries, die wie oben verarbeitet werden. Der Teig sollte jedoch länger ruhen, wenigstens eine Stunde, bevor er geformt und gegart wird.

Die selbst gemachten Nudeln kochen und servieren

Die selbst gemachten Nudeln sollten frisch verarbeitet werden. Dazu werden sie wie gewohnt in Salzwasser gegart, sollten anschließend auf einem Küchentuch kurz abtropfen und dann möglichst bald serviert werden, sei es mit einer leckeren Tomatensauce oder einem würzigen Pesto. Auch Lasagneplatten sollte man am besten vorgaren, ein bis zwei Minuten im kochendem Salzwasser genügen hierfür. Dabei sollte man nicht zu viele Platten auf einmal kochen, damit sie nicht zusammenkleben und reißen. Anschließend können sie eingeschichtet und im Ofen fertig gegart werden.