Laminat putzen und richtig pflegen

Laminat putzen und richtig pflegen

31. Januar 2012 Aus Von Linda

Laminat-Pflege ist eine der einfacheren Aufgaben im Haushalt, denn wenn der Bodenbelag richtig verlegt wurde, ist er Wasser-undurchlässig und recht robust, sodass man mit wenig Aufwand das Laminat putzen kann.

Mit richtiger Vorbeugung ist in der Laminat-Pflege schon die halbe Arbeit erledigt, so kann allein ein Fußabtreter an der Türschwelle den Bodenbelag im Eingangsbereich deutlich sauberer halten und so die Reinigung erleichtern. Um Kratzer zu vermeiden, kann man zum Beispiel im Bereich des Esstischs einen Teppichläufer auslegen oder unter Tisch- und Stuhlbeine auf selbstklebende Filzpolster setzen. Und wenn dann doch mal etwas daneben geht, hält sich der Reinigungsaufwand in der Regel trotzdem in Grenzen.

Laminat-Pflege wie beim echten Parkett?

Laminat ist bekanntlich ein Bodenbelag, der Parkett und ähnliche Bodenbeläge imitiert, dabei aber mit ihren zwei Schichten aus einer preisgünstigeren Träger- und einer hochwertigeren, aber dünnen dekorativen Schicht in der Anschaffung auch für kleinere Budgets erschwinglich ist. Trotzdem gelten in der Laminat-Pflege grundsätzlich ähnliche Regeln wie bei der Pflege und Reinigung von Parkettböden.

In beiden Fällen beginnt die Pflege bereits beim Verlegen, denn je sauberer hier gearbeitet wird, desto kleiner oder im besten Falle nicht vorhanden sind Fugen zwischen den einzelnen Brettern und je weniger Schmutz kann sich genau dort festsetzen. Anschließend folgen wie eben angesprochen vorsorgende Maßnahmen, neben Filzgleitern und Teppichen kann man zum Beispiel auch auf weiche Rollen unter Bürostühlen achten.

Einen entscheidenden Unterschied zwischen Parkett und Laminat gibt es dann aber doch: Letzere verfügt nicht über eine sogenannte Nutzschicht, wie es bei hochwertigen Holzböden der Fall ist. Das heißt, hier kann keine Schicht abgeschliffen werden, die oberste dekorative Schicht ist dazu zu dünn. Wenn also erst einmal tiefe Kratzer im Laminat entstanden sind, lassen sich diese kaum ausbessern. Damit ist die Vorbeugung hier noch um einiges wichtiger als beim Parkett.

Ideal macht sich Laminat übrigens in Räumen, in denen ein übliches Wohnklima herrscht, das heißt eine Raumtemperatur von ungefähr 18 bis 34°C und eine Luftfeuchtigkeit von höchstens 70 Prozent, denn bei diesen Bedingungen bleibt der Bodenbelag am längsten erhalten.

Laminat putzen: So macht man es richtig

Wie beim Parkett gilt auch bei Laminat: Zu viel Feuchtigkeit ist Gift für das Holz. Daher sollte man stets erst einmal die trockene Putzvariante mit dem Besen, dem Staubsauger – natürlich nur mit einem weichen Bürstenaufsatz – oder Ähnlichem versuchen. Reicht dies nicht aus, wird trotzdem niemals nass, sondern höchstens nebelfeucht gewischt, also mit einem nur leicht angefeuchteten weichen Lappen. Anschließend wird trocken übergewischt. So kann sich das Wasser nicht in den Fugen festsetzten, wo es für ein Aufquellen des Holzes sorgen könnte.

Bei hartnäckigeren Flecken kommt ein spezieller Laminat-Reiniger zum Einsatz, den man am besten auch verdünnt aufträgt. In der Regel empfehlen Hersteller passende Pflegeprodukte für ihr Laminat oder entwickeln eigene Pflegeserien. Vor allem auf scharfe, lösungsmittelhaltige Reinigungsmittel oder solche mit abschleifender Wirkung sollte man gänzlich verzichten, auch Polituren und Wachse sind für Laminat alles andere als sinnvoll.

Dafür kann man mit einem Speiseöl und einem sehr weichen Tuch den Bodenbelag polieren und damit zumindest kleine Kratzer verschwinden lassen. Man sollte dabei aber nur so wenig Öl wie möglich verwenden und es gut wegwischen, sonst wird es an dieser Stelle rutschig. Und schon erstrahlt das Laminat in Glanz.


BIld: Pixabay, 1511766, soady