Versteckte Markenprodukte bei Discountern – außen pfui innen hui!

8. Oktober 2010 Aus Von Linda

Markenprodukte aus dem Supermarkt sind Ihnen zu teuer? Dann probieren Sie es doch einmal mit den günstigen No-Name-Produkten der Discounter! Hinter vielen dieser scheinbaren Billigwaren stecken namhafte Hersteller. Wie Sie die versteckten Marken erkennen, erfahren Sie hier.

Markenprodukte stehen im Supermarkt meist auf Augenhöhe und tragen große, auffällige Etiketten, damit auch niemand sie übersehen kann. Schließlich sind sie deutlich teurer als vergleichbare Waren und spülen mehr Geld in die Kassen der Hersteller und des Vertriebs.

Bei Aldi, Lidl, Netto und co. erscheinen die No-Name-Produkte meist in fadem, unscheinbarem Gewand. Hinter den Waren des Niedrigpreissegments verbergen sich oftmals die marktführenden Lebensmittelfirmen. Diese Produkte sind nicht nur durchschnittlich 20 bis 30% billiger als ihre auffälligen Brüder und Schwestern, sondern stehen Ihnen auch in Geschmack und Qualität in nichts nach.

Aldi Angebote: Eigenmarken mit Qualität

Besonders die Eigenmarken der Discounterketten entpuppen sich häufig als qualitativ hochwertige Produkte von Großproduzenten. Bei Aldi beträgt der Anteil der Eigenmarken im Gesamtsortiment satte 90%. Im Aldi Angebot findet man deshalb auch besonders viele dieser versteckten Qualitätsmarken.

Hier ein paar Beispiele:

1. Hinter den „Palazzo“ Keksen steckt der große Kekshersteller Bahlsen (Leibniz Keks)
2. „Desira“ Joghurt stammt von Bauer
3. Die „Fruchtjuniors“ gleichen den Fruchtzwergen von Danone
4. Der lösliche Kaffee „Belmont Gold“ stammt von Nestlé (Nescafé)
5. „Joghurt Früchte“ von Sweetland teilen die Zutaten mit den Katjes „Joghurt-Gums“
6. Aldi-Buttermilch kommt aus dem Hause Müller
7. Mini-Schoko-Küsse von einer Tocher-Firma von Storck (Original Mini Dickmanns)
8. „Devinos“ Feta stammt aus der gleichen Molkerei, wie „Patros“

Wie erkenne ich die Marken hinter den No-Name-Produkten?

Da die Herstelller selbst natürlich nicht wollen, dass ihre billigen Produkte sofort als Markenprodukte erkannt werden, ändern sie häufig die Zutatenliste oder die Herkunftsangaben. Ein paar kleine Tipps helfen Ihnen trotzdem den Wolf im Schafspelz schnell zu entlarven.

Auf den Verpackungen von Fleisch-, Fisch- und Milchprodukten befindet sich eine Kennnummer in einem ovalen Feld. Sie setzt sich zusammen aus dem Kürzel des Herstellungslandes (z.B. DE für Deutschland)und des Bundeslandes (z.B. B für Berlin). Darauf folgt eine Zulassungsnummer des jeweiligen Herstellers bestehend aus 3 Ziffern. Wenn auf dem Markenprodukt und dem scheinbaren No-Name-Produkt die gleichen Zahlen stehen, dann stammen die Waren aus dem gleichen Betrieb.
Ist zusätzlich auch noch der Herstellungsort der selbe, dann kommen sie sogar aus der gleichen Fabrik. Auch nahezu identische Nährwerttabellen und Zutatenlisten können ein Indiz dafür sein, dass die Produkte sich gleichen oder ähneln.

Literatur zur Markenmogelpackung

Wer sich noch tiefgreifender mit diesem Thema befassen möchte, der sollte einmal einen Blick in das Buch von Martina Schneider mit dem Titel „Welche Marke steckt dahinter?“ werfen. Dieses enthält zusätzlich nützliche Tricks zur Entlarvung der Marken hinter den No-Names. Hier werden Sie noch viele weitere schwarze Schafe im weißen Gewand entdecken.

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