Richtiges Lüften: Nicht nur im Winter ein Muss

12. Februar 2012 Aus Von Linda

Richtiges Lüften will gelernt sein. Doch mit einigen wenigen Richtlinien kann man seine Wohnung das ganze Jahr über korrekt be- und entlüften und damit das optimale Raumklima schaffen.

Dabei trägt richtiges Lüften aber nicht zu einem wahren Wohlfühlklima bei, in dem es sich einfach schöner lebt, sondern hilft auch, Heizkosten zu sparen und die Wohnung vor Schimmelbildung zu schützen. Gerade im Winter fällt es schwer, zu lüften, da man nicht zu viel der wohligen Wärme entweichen lassen möchte. Doch Frischluft muss sein, und wie man es richtig macht, verraten jede Menge Experten bei den Verbraucherzentralen, Stromanbieter oder Bausachverständige.

Richtiges Lüften im Winter: So geht’s

Gerade im Winter ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit im Haus nicht zu hoch steigen zu lassen. Denn in dieser Jahreszeit sind zumindest die Außenwände kälter, vor allem wenn Lücken in Dämmung und Dichtungen bestehen. Die hier stehende Luft kühlt sich dementsprechend auch ab und kann die Feuchtigkeit so schlechter halten. Diese wandert dann stattdessen auf die Wände und Fenster – Und schon besteht Schimmelgefahr.

Richtiges Lüften hilft, überschüssige Feuchtigkeit aus der Luft nach draußen zu transportieren, und außerdem lebt es sich in frischer, sauerstoffreicher Luft nun mal viel angenehmer. Zur Soforthilfe gibt es das berühmte Stoßlüften, das heißt: Direkt nach dem Duschen oder Kochen und morgens nach dem Schlafen, außerdem nach dem (Dampf-)Bügeln sollte man das Fenster im betreffenden Raum für wenige Minuten ganz öffnen. Dabei wird die Heizung heruntergedreht und die Zimmertür geschlossen, so spült man die Feuchtigkeit ruckzuck hinaus.

Auch Querlüften ist eine gute Möglichkeit, im Winter für frische Luft zu sorgen. Dabei werden möglichst gegenüberliegende Fenster im selben Raum geöffnet, so zieht die Luft einmal quer durchs ganze Zimmer, vorausgesetzt auch hier bleibt die Zimmertür geschlossen. Querlüften über mehrere Zimmer ist nicht zu empfehlen, das treibt die Luftfeuchtigkeit nur tiefer in die Wohnung hinein.

Diese beiden Methoden sind im Winter absolut am sinnvollsten, denn im Gegensatz zum beständigen Lüften durch ein angekipptes Fenster wird hier die Luftfeuchtigkeit schnell gesenkt und das Zimmer nicht vollkommen ausgekühlt. Anschließend erwärmt sich der Raum umso besser wieder, was wiederum bei der Bindung der Luftfeuchtigkeit hilft. Allgemein gilt, die Temperatur auch in wenig genutzten Räumen möglichst nicht unter 16°C fallen zu lassen, und je kühler es in einem Zimmer ist, desto häufiger muss hier gelüftet werden. Vergessen Sie außerdem das Lüften in einem Raum mit nasser Wäsche auf der Leine nicht!

Richtiges Lüften übers ganze Jahr

Auch in den übrigen Jahreszeiten muss natürlich für ausreichend Luftaustausch gesorgt werden, Stoß- und Querlüften empfehlen sich zu jeder Zeit, um Feuchtigkeit zu entsorgen. Generell gilt: Je kälter es draußen ist, desto kürzer wird gelüftet. Im Winter reichen drei bis fünf Minuten, im Sommer sollten 10 bis 15 Minuten genügen, um auch den letzten Mief aus der Wohnung zu bekommen. Natürlich ist es an warmen Tagen erlaubt, das Fenster angekippt zu lassen, dies sollte man sich nur im Winter verkneifen. Trotzdem ist mindestens einmal richtiges Lüften am Tag auch dann Pflicht, wenn die Kippstellung immer beibehalten wird.