Heuschnupfen: Wie man sich zu Hause vor Pollen schützen kann

15. April 2012 Aus Von Linda

Wenn im Frühjahr der Pollenflug einsetzt, beginnt für Allergiker eine Zeit des Leidens. Damit man wenigstens Zuhause frei durchatmen kann, gilt es, einige einfache Tricks zu befolgen.

Wer nicht auf Medikamente setzen möchte oder trotz solcher unter den Folgen dieser immer weiter verbreiteten Autoimmunerkrankung leidet, für den ist jeder Gang im Freien fast eine Qual. Doch auch Zuhause ist man vor den fiesen Pollen nicht sicher, denn die kleinen Biester setzen sich in Haaren und Kleidung fest und landen mit jedem Lüften in der eigenen Wohnung. Ganz verhindern kann man dies leider nicht, doch mit Befolgen einiger grundlegender Regeln kann man die Pollenkonzentration im Haus zumindest auf ein Minimum reduzieren, damit man wenigstens hier erleichtert aufatmen kann.

Pollenschutz für das eigene Zuhause

Wer unter einer besonders stark ausgeprägten Pollenallergie leidet, für den sind spezielle Pollenschutzgitter für die Fenster vielleicht eine gute Lösung, die auslösenden Allergene aus der eigenen Wohnung fernzuhalten. Sie sind so fein gearbeitet, dass selbst diese kleinen Partikel aufgehalten werden, beziehungsweise besitzen sie eine Art Beschichtung, die Pollen wie ein Magnet anzieht und festhält. Ein zusätzlicher Vorteil besteht im Schutz vor Insekten, die natürlich ebenso wenig den Weg durch die Gitter in die Wohnung finden.

Zusätzlich oder alternativ kann man sich auch einen Luftfilter zulegen, wobei man Kauf genau darauf achten sollte, dass dieser auch für das Filtern von Pollen ausgelegt ist. Doch auch wer nicht auf solche Maßnahmen setzen möchte (denn immerhin sind diese mit einer gewissen Investition verbunden), kann etwas gegen Pollen im eigenen Heim tun. Dabei gilt es zunächst, die Dichtungen von Fenstern und Türen zu prüfen, damit sich hier nichts einschleichen kann, was nicht in die Wohnung gehört.

Richtiges Lüften ist ebenfalls einer der wirkungsvollsten Tricks und dabei geht es vor allem um das Abpassen des richtigen Zeitpunkts. Ideal ist das Lüften am frühen Morgen, wenn die Pollenbelastung in der Luft noch am niedrigsten ist, oder am späten Abend, wenn sie sich ob der schwächer werdenden Luftbewegung bereits wieder gelegt hat. Auch direkt im Anschluss an einen Regenschauer – oder, wenn er lang genug anhält, auch gern währenddessen – kommen durch das Lüften deutlich weniger Pollen in die Wohnung, als es sonst tagsüber der Fall ist.

Ein weiterer simpler Trick: Regelmäßiges Staubwischen, und zwar am besten mit einem feuchten Tuch und ohne Hast, damit man die feinen Pollen nicht unnötig aufwirbelt.

Für einen erholsamen Schlaf trotz Heuschnupfen

Was für das Lüften gilt, ist auch im Hinblick auf Ausflüge ins Freie bedenkenswert. Natürlich kann nicht jeder Allergiker seinen Alltag nach den Pollenflugzeiten gestalten, doch wenn der Gang ins Freie nötig ist, aber nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgen muss, bietet es sich an, auch hier auf die frühen Morgen- oder die späten Abendstunden beziehungsweise die Zeit nach einem Regenschauer auszuweichen. Wichtig ist aber auch das richtige Verhalten nach der Rückkehr, denn hier trägt man die Pollen in Haaren und Kleidung mit sich in die Wohnung.

Daher heißt es als erstes: Jacken und sonstige Straßenkleidung möglichst schon im Eingangsbereich ausziehen und verstauen. Wer besonders empfindlich reagiert, sollte nach Möglichkeit sämtliche Kleidungsstücke wechseln, die im Freien mit Pollen in Berührung gekommen sein könnten. Und vor allem sollte man eben diese Kleidungsstücke unbedingt vom Schlafzimmer fernhalten, damit die Nase im Schlaf nicht unnötig gekitzelt wird.

Zu diesem Zwecke ist es außerdem sinnvoll, sich nach einem Tag im Freien die Haare zu waschen. Idealerweise geschieht dies bereits kurz nach dem Heimkommen, spätestens aber vor dem Schlafengehen. Dass man sich im Schlafzimmer – und bestenfalls in der ganzen Wohnung – außerdem keine Zimmerpflanzen hält, welche die Räume mit Pollen belasten könnten, dürfte selbstverständlich sein. So hält man die Konzentration der Allergene im Bett so niedrig wie möglich und sichert sich einen guten Schlaf, der nicht von ständigen Niesattacken unterbrochen wird.