Schuppenflechte und Nahrungsmittel-Intoleranzen

Schuppenflechte und Nahrungsmittel-Intoleranzen

23. April 2016 Aus Von Linda

Schuppenflechte und Nahrungsmittel-IntoleranzenSchuppenflechte (Psoriasis) lässt sich zwar nicht heilen, aber sie lässt sich positiv beeinflussen und damit erheblich lindern. Insbesondere bei Nachweis von Lebensmittelunverträglichkeiten wie Histamin- oder Laktoseintoleranz und Co. Was Sie beachten sollten, um bei Schuppenflechte ein einigermaßen beschwerdefreies Leben führen zu können, erfahren Sie hier.

 

 

Histaminunverträglichkeit kann eine Psoriasis beeinflussen

Viele Patienten berichten, das sich bei versehentlicher Missachtung von Histaminintoleranz eine etwaige gleichzeitige Schuppenflechte teilweise erheblich verschlechterte. Viel Histamin ist beispielsweise enthalten in Hülsenfrüchten, Erdbeeren, Zitrusfrüchten und Nüssen.

Im Grundsatz gilt immer: Gesunde und ausgewogene Ernährung

Besonders, wenn bestimmte Nahrungsmittel aus dem täglichen Speiseplan gestrichen werden müssen, weil eine Unverträglichkeit vorliegt, gilt es die verbleibenden Lebensmittel so einzusetzen, dass der Körper stetig gut versorgt ist. Die Ernährung sollte vor allem aus Lebensmitteln mit langkettigen und ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien bestehen (Lebensmittel bei denen Unverträglichkeiten bestehen weglassen), also aus

  • Vollkornprodukten
  • frischem Obst und Gemüse
  • Milch und Milchprodukten
  • Fisch
  • Fleisch
  • pflanzlichen Ölen

Künstliche Nahrungsergänzungsmittel können bei gesunder Ernährungsweise weggelassen werden. Spurenelemente und Vitamine aus der Natur sollte man immer den Vorzug geben. Ideal ist dabei Rohkost. Sie sollte etwa ein Drittel des Gemüses ausmachen, da Rohkost viel mehr Vitamine enthält als gegartes Gemüse.

Worauf man lieber verzichten sollte

Fetthaltige Wurst und Fleischwaren im Allgemeinen sollte man möglichst wenig verzehren, da sie viel Omega6-Fettsäuren enthalten. Lebensmittel, die viel Arachidon-Säure enthalten, wie beispielsweise Schweineleber, Thunfisch sowie Kuhmilch und Eigelb fördern die Entzündungen bei Schuppenflechte. Sie sind daher auch möglichst zu meiden. Zucker, den man ohnehin möglichst wenig zu sich nehmen sollte, verstärkt die Wirkung von Arachidon-Säure noch zusätzlich.

Bei Verschlechterung lieber zum Arzt

Wer allergisch auf bestimme Nahrungsmittel reagiert und eine Verschlechterung der Psoriasis feststellt, sollte in Abstimmung mit dem Haus- und Hautarzt einen Allergologen konsultieren, um mit geeigneten Allergietests die genauen Ursachen herauszufinden. Das hilft bei der gezielten Vermeidung von Allergieauslösenden Nahrungsmitteln und verhindert so eine unnötige Verschlechterung des Hautbildes. Sprechen Sie mit den behandelnden Ärzten auch über die für Sie bestmögliche Ernährung. Im Internet finden Sie zahlreiche ausführliche Informationen rund um die Schuppenflechte.

Die passende Einstellung erleichtert den Umgang mit der Krankheit

Wichtig ist neben der Ernährung und der richtigen Behandlung aber auch eine positive Grundeinstellung des Patienten ein wesentlicher Faktor. Ausreichend Schlaf, Stressvermeidung, Alkohol- und Nikotinverzicht sind zusätzliche Bausteine, um die Erkrankung effektiv zu mildern.

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