Scheuermilch: Putzmittel noch aus Großmutters Zeiten

23. Oktober 2012 Aus Von Linda

Wer hartnäckige Flecken im Bad und in der Küche an Armaturen, Fliesen oder sonst wo hat, der kann sich entweder durch all die neuen, viel beworbenen Reiniger probieren, oder er nimmt einfach die gute alte Scheuermilch zu Hand. Mit der putzten schon unsere Großmütter alle Oberflächen blitzblank.


Scheuermilch gibt es in jedem Supermarkt, Discounter oder in der Drogerie. Die Kosten liegen im Cent-Bereich. Mittlerweile gibt es neben dem klassischen Zitrusduft auch andere Duftrichtungen. Die Scheuermilch ist moderner geworden.

Scheurmilch- Was in ihr steckt

Scheuermilch oder Scheuerpulver gibt es in verschiedenen Zusammensetzungen im Handel. Immer basieren sie auf dem gleichen Reinigungsprinzip: Sie entfernen hartnäckigen Schmutz durch Abrieb. Wer nun befürchtet, dass sämtliche Oberflächen zerkratzen werden, der kann beruhigt sein. Die Größe der Körner ist so gering, dass dieser Fall nicht eintreten sollte. Bei empfindlichen Oberflächen sollte man dennoch von einer Behandlung mit Scheuermilch absehen.

Auf Nummer sicher geht man, wenn man nur solche Oberflächen mit Scheuermilch behandelt, denen ein leichter Abrieb nicht schadet. Hierzu gehören nicht glänzende Metalle und Stein. Materialien wie Keramik, Glas, Email, Sanitärporzellan oder Fliesen könnten durch den Einsatz von Scheuermilch rau werden und dadurch den Schmutz noch leichter annehmen.

Scheuermilch- Universell im Haushalt einsetzbar

Oftmals enthält Scheuermilch neben Tensiden und anderen Stoffen auch in einer geringen Dosierung Bleiche. Das sollte man wissen. Nicht, dass man sich seine an sich abriebresistente Oberfläche mit der enthaltenen Bleiche ruiniert. In solchen Fällen ist es nicht nur besser, die Rückseite der Verpackung zu lesen. Es empfiehlt sich eventuell doch, den teureren Spezialreiniger zu kaufen.

Viele verwenden Scheuermilch im Übrigen auch außerhalb von Bad und Küche. In zahlreichen Foren finden sich Tipps von Autobegeisterten, die damit ihre Felgen putzen. Immerhin ist es eine günstigere Alternative zum teuren Felgenreiniger, der ebenfalls mit Mikrokügelchen den hartnäckigen Straßenschmutz abreibt.