Mogelpackungen und versteckte Preiserhöhungen: Bei diesen Herstellern kriegen sie weniger für ihr Geld

11. September 2012 Aus Von Linda

Mogelpackungen scheinen derzeit der Trend zu sein, um den Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Verpackung wird einfach so groß gemacht, dass der Kunde denkt, er bekomme auch viel für sein Geld.

Genauso dreist: Versteckte Preiserhöhungen. Der Preis bleibt der gleiche, aber die Menge des Produkts wird reduziert. Die Lebensmittelindustrie gibt sich größte Mühe die Kunden zum Kauf zu bewegen. Das wird nicht nur mit Hilfe von Werbung gemacht, auch die Verpackungen spielen eine wichtige Rolle beim Verkauf.

Die größten Mogel(ver)packungen

Ein gern genommener Trick der Industrie: Eine große Verpackung mit viel Luft und wenig Inhalt. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat zahlreiche Produkte getestet, das Ergebnis: Fast 75 % der Waren hatten mehr als 30 % Luftanteil, zu viel und damit eine Täuschung. Besonders dreist waren die Hersteller bei folgenden Produkten:

  • Nimm 2 Lollys: Große Verpackung für acht kleine Lutscher
  • 3er Pack Fisherman’s Friend: Über 88 % Luft war hier enthalten. Besonders dreist: Während die Einzelpackung 25 g enthält, bekommt man bei dem Lockangebot nur 20 g je Packung, mit sparen hat das nichts zu tun.
  • Milky Way Minis: Auch hier gibt es mehr Luft als alles andere.
  • M&Ms: Die Tüte mit den Schokodrops ist nicht mal zur Hälfte gefüllt, das täuscht den Verbraucher und schädigt die Umwelt.
  • Sarotti Erlesene Trüffel: So erlesen, dass sie anscheinend besonders viel Platz brauchen. Die Pappummantlung ist deutlich größer als sie sein müsste.

Die Eichdirektion will gegen die Hersteller der genannten Produkte ein Verfahren wegen Ordnungswidrigkeit einleiten.

Weniger Inhalt – gleicher Preis

Ein anderer Trick, um den Verbraucher zu täuschen, ist den Inhalt zu reduzieren, den Preis aber beizubehalten. Besonders dreist wird es, wenn für weniger Produkt auch noch mehr Geld verlangt wird. Leider kein Einzelfall wie die Beispiele zeigen:

  • Pringles Original: 2006 kosteten 200 g noch 1,59 €, 2007 bekam man für den gleichen Preis nur noch 170 g. 2010 kosten 165 g Pringles Original 1,99 €, das ist eine dreiste Preiserhöhung von 51 %.
  • M&Ms Erdnuss: Wie schon bei den Mogelpackungen trickst M&Ms auch beim Preis. 2007 zahlte man für 320 g noch 1,99 €, 2009 bekam man für den gleichen Preis nur noch 300 g. Heute zahlt man für 285 g 2,49 €.
  • Philadelphia Frischkäse: Seit der Frischkäse im ovalen Design daherkommt ist er auch gleich viel teurer und zwar um 14 %. In der eckigen Version waren noch 200 g enthalten, jetzt sind es nur noch 175 g.

Mehr zur Verbrauchertäuschung erfahren sie hier. Dass die Tricksereien auch in die andere Richtung gehen können, sodass sie Markenprodukte zu kleinem Preis bekommen, können sie hier nachlesen.