Eier richtig kochen: Eine Anleitung für Anfänger

17. Oktober 2011 Aus Von Linda

Das Eier kochen ist eigentlich eine ganz simple Angelegenheit, kann aber doch zu einer großen Herausforderung werden, wenn man sich zum ersten Mal daran versucht.

Wer es sich beim Eier kochen einfach machen möchte, kann einen Eierkocher verwenden, der zumindest in der Regulierung von Garzeit und Temperatur einige Entscheidungen abnimmt. Doch auch hier sind ein paar Vorbereitungen angebracht, möchte man zum Beispiel das Platzen der Eierschalen verhindern.

Eier kochen: Die richtige Vorbereitung

Zunächst sollte man sich vergewissern, dass das Ei nicht bereits von vornherein einen Riss in der Schale hat, denn dann wird es die Hitze-Tortur im kochenden Wasser kaum überstehen. Dabei ist eine durchlässige Stelle in der Schale sogar notwendig, jedoch bringt man diese dem Ei durch das Anpieksen bei, das heißt mit Hilfe einer Nadel oder eines Eierpieksers, den sicher noch jeder aus Omas Köche kennt, wird idealerweise am „unteren“, flachen Ende des Eis ein kleines Loch in die Schale gestochen.

Dieses ermöglicht einen Druckausgleich während des Kochens, denn die Inhaltsstoffe dehnen sich während des Erhitzens unterschiedlich schnell aus und bringen die Schale sonst leicht zum Platzen. Das Loch wird quasi zur Sollbruchstelle und mindert das Risiko von Rissen beträchtlich, Hausmittel wie Salz oder Essig im Wasser können dagegen wenig ausrichten. Wer außerdem auf Nummer sicher gehen will, lässt die Eier vor dem Kochen ein wenig anwärmen, statt sie direkt aus dem Kühlschrank ins heiße Wasser zu geben. Dann ist der Temperaturunterschied nicht so gewaltig und die Spannung in der Schale wird geringer.

Wie lang muss man Eier kochen?

Die Garzeit hängt ganz von den individuellen Vorlieben ab, hier heißt es schlichtweg: Ausprorbieren und testen, bis die persönliche Lieblingskonsistenz erreicht ist. Es gibt jedoch Richtlinien, an denen man sich während der Erprobungsphase orientieren kann: ein durchschnittliches Ei, das im Supermarkt unter der Größe „M“ verkauft wird, ist nach 4,5 bis 5 Minuten im kochenden Wasser weich gegart, das heißt das Eiweiß ist fest, während das Eigelb noch cremig und löffelbar ist.

Möchte man sein hart gekochtes Ei genießen, kann man dieses bereits in das kalte Wasser legen und mit dem Wasser sanft erwärmen. Sobald dieses zu sprudeln beginnt, lässt man das mittelgroße Ei noch 6 Minuten im Wasser, wenn man es leicht klebrig in der Mitte des Eigelbs möchte, und weitere 2 Minuten, wenn das gesamte Ei gut durchgegart sein soll. Kleinere Eier müssen bei allen Varianten natürlich etwas früher aus dem Wasser genommen werden, hier lassen sich mit der Zeit gewisse Erfahrungswerte ermitteln. Wer sich traut, wird ganz schnell ein Gefühl dafür entwickeln, wie er sein persönlich perfektes Frühstücksei zubereiten kann.