Zu viel Alkohol? Das hilft gegen den Kater

14. August 2012 Aus Von Linda

Die Stimmung am Vorabend war fröhlich und ausgelassen. In Feierlaune hat man so sicherlich auch das eine oder andere Schlückchen Alkohol zu viel getrunken. Am nächsten Morgen macht sich dann meist ein fieser Kater bemerkbar. Dagegen kann man etwas tun!


Auch diejenigen, die bewusst mit dem Alkohol umgehen, überkommt am nächsten Tag ein mehr oder minder schwerer Kater. Wer zu viel getrunken hat, der spürt die Auswirkungen oft noch tagelang. Allerdings gibt es jede Menge Möglichkeiten die Symptome zu mildern.

Erst kommt der Alkohol, dann der Kater

Als Hauptursache für den Kater werden häufig Fuselöle genannt, die vermehrt in billigen Spirituosen vorkommen. Von daher ist es ratsam, hochwertigeren Alkohol zu trinken. Es heißt ja nicht umsonst abwertend „billiger Fusel“. Der schmeckt nicht nur grauenhaft, er sorgt auch dafür, dass es uns am nächsten Tag wirklich schlecht geht.

Ein Kater geht meist mit den Symptomen Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel einher. Außerdem fühlt man sich unheimlich kraftlos. Diese Symptome haben verschiedene Ursachen, die allerdings alle mit dem im Alkohol enthaltenen Ethanol zusammenhängen.

Nach dem Trinkgelage muss der Körper das Ethanol abbauen. Die hierbei entstehenden Abbauprodukte sind giftig. Sie verursachen die Kopfschmerzen und die Übelkeit. Bei all den Katermitteln, die es mittlerweile im Internet zu finden gibt, kann keines hiergegen helfen. Jedem sollte also stets bewusst sein, dass er sich mit dem Alkohol das Gift freiwillig in den eigenen Körper holt. Also in Maßen trinken und am nächsten Tag weniger leiden!

Die Abgeschlagenheit und das Schwindelgefühl sind auf den Wasser- und Elektrolytmangel zurück zu führen. Wer kennt das nicht, wenn man Alkohol trinkt, dann muss man häufiger auf die Toilette. Das hängt mit dem Hormon ADH (Antidiuretisches Hormon) zusammen. Normalerweise sorgt es dafür, dass Wasser aus dem Urin resorbiert wird. Durch das im Alkohol enthaltene Ethanol wird dieses Hormon allerdings blockiert. Dadurch verliert der Körper sehr viel Wasser und auch die Mineraliendepots werden leergespült.

Nach dem Alkohol: Hilfe gegen den Kater

Hat der Alkohol am Abend zuvor noch Spaß gemacht, quälen uns am nächsten Morgen seine Hinterlassenschaften. Dagegen kann man allerdings etwas tun. Oberste Priorität sollte dabei der Ausgleich des Flüssigkeitsmangels haben. Dehydrierung ist äußerst ernst zu nehmen. Wer im normalen Leben schon Schwierigkeiten hat, viel zu trinken, dem hilft es vielleicht, wenn er etwas Salziges zu sich nimmt, z.B. Brühe oder Salzstangen. Das bindet Wasser im Körper und man wird so richtig durstig.

Den angeschlagenen Magen besänftigt man am besten mit Kamillentee. Das beruhigt. Bevor man eine Aspirintablette gegen die Kopfschmerzen nimmt, sollte man unbedingt beachten, etwas Fettiges zu essen. Rollmops und Brathering sind hier ideal. Aspirin auf nüchternem Magen hat leider den negativen Effekt, dass hierdurch die Magenschleimhaut anfängt zu bluten.

Für den Ausgleich des Elektrolythaushaltes sind Brausetabletten sinnvoll. Man sollte sie sich allerdings aus der Apotheke holen. Die kosten auch dort nicht viel und sind wesentlich wirkungsvoller als vergleichbare Produkte von Aldi. Am besten schon so eine Tablette vor dem Schlafen auflösen und trinken. Das mildert den Kater schon vorab. Ausgeglichen werden sollten Magnesium, Kalium, Calcium, Natrium, Vitamin C und Vitamin B6.

Abzuraten ist vom therapeutischen Bier und von anderen alkoholischen Getränken. Das stoppt zwar zunächst den Alkoholabbau, macht die Prozedur dann aber nur viel schlimmer! Auch auf Kaffee sollte verzichtet werden. Der Magen wird es danken. Schließlich hat er schon genug gelitten.