Weg mit dem Plastik: Stattdessen Natur pur

Weg mit dem Plastik: Stattdessen Natur pur

20. Mai 2016 Aus Von Linda

Na klar, Plastik hat viele Vorteile. Es geht nicht zu Bruch, ist besonders leicht, langlebig und total günstig. Kein Wunder, dass wir es fast überall einsetzen. Wir bezahlen mit unserer EC-Karte, putzen uns die Zähne mit einer Zahnbürste, deren Borsten aus Plastik gefertigt sind – sogar die Gurke steckt häufig im Folienstrumpf. Der Haken: Kunststoff schadet der Umwelt und unserer Gesundheit.
Plastikmuell

Kunststoffe werden synthetisch hergestellt. Der Ausgangsstoff für die Herstellung ist fast immer Erdöl. Schädlich sind vor allem die Zusätze, denn erst durch sogenannte Weichmacher wird der Stoff elastisch. Da sich Weichmacher nicht fest mit dem Kunststoff verbinden, lösen sie sich mit der Zeit wieder und verkriechen sich dann in unseren Lebensmitteln. Wissenschaftler bezeichnen sie deshalb als „künstliche Hormone“, da sie unser Hormonsystem durcheinanderbringen. Sie fördern Allergien, Diabetes und haben sogar negative Auswirkungen auf unsere Fruchtbarkeit. Eine der bedenklichsten Chemikalien, die bei der Herstellung von Kunststoff benötigt wird, ist „Bisphenol A“ (BPA). Seit 2011 ist es glücklicherweise in Baby-Trinkflaschen verboten. Umweltschützer fordern ein gesamtes BPA-Verbot für alle Lebensmittelverpackungen und Kinderprodukte. Test zeigen nämlich, dass die Weichmacher in unserem Urin nachgewiesen werden können. Wir nehmen sie also ständig zu uns. Am stärksten sind Menschen belastet, die viel und regelmäßig Fertigprodukte verzehren.

Viele Verbraucher sind inzwischen sensibilisiert für das weltweite Plastik-Problem. Deshalb bieten immer mehr Supermärkte kaum noch Plastiktüten an und kleine Märkte sprießen aus dem Boden, die Lebensmittel ohne Verpackung anbieten. Hier können Kunden Nudeln, Müsli und Co. in mitgebrachten Behältern selber abfüllen.

Es ist definitiv Zeit achtsamer mit sich selbst und der Umwelt umzugehen: Eine Plastiktüte haben wir im Schnitt 25 Minuten in Gebrauch. Sie verrottet jedoch frühestens nach 100 Jahren. Hier muss ein Umdenken stattfinden. Achten Sie beim Kauf auf möglichst wenig Kunststoffhüllen und bringen Sie Ihre eigene Einkaufstasche mit in den Supermarkt. So können Sie bereits einiges einsparen!

Foto: Thinkstockphot, 480445481, M. Schuppich