Richtig dübeln für sicheren Halt

4. Juni 2012 Aus Von Linda

Dübeln muss Jeder irgendwann einmal, wenn er in seiner Wohnung Dekoration an die Wände bringen oder Regale befestigen will. Doch nicht immer halten Dübel, wie und was sie sollen.

Dabei kommt es vor allem auf die Auswahl der richtigen Dübel und Schrauben an, bei welcher man sich als Anfänger unbedingt im Baumarkt von einem Profi beraten lassen sollte. Aber auch die Beschaffenheit der Wand spielt eine wichtige Rolle, und manchmal wollen die Dübel trotz richtigen Materials nicht richtig halten. Dann sind Tipps und Tricks gefragt, mit denen das Dübeln doch noch zum Erfolg wird, und solche sind im Folgenden versammelt.

Richtig dübeln für sicheren Halt

Einen ausführlichen Exkurs über die verschiedenen Arten von Dübeln und ihre Anwendung in verschiedenen Baustoffen und für unterschiedliche Befestigungen soll es an dieser Stelle nicht geben. Dies würde den Rahmen des Beitrags sprengen und im Zweifelsfall den professionellen Rat eines wissenden Handwerkers ohnehin nicht ersetzen. Wer also unsicher ist, welche Dübel er für seine Trockenwand verwenden soll, ob er Holzdübel kaufen muss oder nicht und welche Größe seine Dübel haben sollten, der hält sich wie angesprochen besser an die Beratung im Fachmarkt.

Nur soviel sei verraten: Mit Standard-Spreizdübeln kommt man in Betonwänden und Mauern schon sehr weit, vorrausgesetzt man kauft die richtigen Schrauben dazu. Welche Dübel zu welchen Schrauben passen, ist auf den Verpackungen verzeichnet, wer lesen kann, ist hier also klar im Vorteil. Um den Dübel richtig einsetzen zu können, braucht es dann das passende Bohrloch, für dessen Tiefe man als Faustformel zur Länge des Dübels dessen Durchmesser dazurechnet. So lässt sich die Schraube gut in den Dübel eindrehen. Der Dübel sollte dabei in einem staubfreien Bohrloch sitzen und eben mit der Wand abschließen.

Tipps und Tricks beim Dübeln

Ist einmal das Bohrloch zu groß für den ausgewählten Dübel geraten, hilft ein einfacher Trick: Man setzt zwei bis drei Zahnstocher oder Streichhölzer (natürlich ohne Zündkopf) parallel zur Schraube in den Dübel, welcher sich weiter dadurch ausdehnt und so auch im größeren Bohrloch festen Halt findet. Ist der Abstand zum Baustoff nur geringfügig, reicht es auch, einen Dübel quer zu teilen und die Hälfte wie einen Mantel um den eigentlich zu verwendenden Dübel herumzulegen.

In anderen Problemfällen ist die Wand porös, das Bohrloch bricht aus oder vergrößert sich ungewollt weiter. In diesem Fall spritzt man das Loch mit Silikonkleber aus, drückt den Dübel hinein und lässt das Ganze einen guten Tag lang aushärten. So sollte der Dübel auch in der porösen Wand gut halten. Auch Heißkleber funktioniert gut, macht es aber schwerer, den Dübel später wieder aus der Wand herauszubekommen.

Sollte dieser Trick jedoch nicht ausreichen, weil der Dübel zum Beispiel in einer lockere Ziegelwand soll, kann man zwischen zwei Ziegel ein etwas größeres Loch bohren, einen Holzkeil fest hineinschlagen und den Dübel dann in das Holz statt in die Wand selbst setzen. In ganz hartnäckigen Fällen sollte man das Loch mit Schnellzement verschließen und so einen sicheren Halt für den Dübel schaffen.

Damit das Loch nicht schon beim Bohren ausbricht, setzt man bei porösen Wänden ein Brett auf die Wand und bohrt durch dieses Hindurch. So bleibt der Abschluss des Bohrloches sauber und gleichmäßig.

Dübel aus der Wand entfernen

Wenn die Dekoration der Wohnung einmal geändert werden soll, müssen die Dübel wieder aus der Wand heraus. Im Normalfall reicht dazu eine Kneifzange aus, mit welcher man den Dübel einfach aus dem Bohrloch herausziehen kann, in vielen Fällen zieht sich der Dübel gar selbst mit heraus, wenn man die Schraube aus der Wand dreht. Bleibt die Schraubenhülle jedoch hartnäckig im Bohrloch sitzen, hilft der Griff zum Korkenzieher, den man einfach in das Loch eindreht und dann mit dem nun fest darauf sitzenden Dübel herauszieht. Dann muss man nur noch die Bohrlöcher verschließen und alles sieht aus wie zuvor.