Raclette: Muntermacher für trübe Winterabende

Raclette: Muntermacher für trübe Winterabende

13. November 2014 Aus Von Linda

Raclette-MenüGerade in der kalten Jahreszeit erfreut sich Raclette großer Beliebtheit. Kein Wunder, vereint es doch schmackhaftes (und zeitaufwendiges) Essen mit einem geselligen Beisammensein. Wir erklären, was Sie dafür benötigen und wie Sie es zubereiten.

Wer hat’s erfunden? Die Schweizer!

Ursprünglich bezeichnete der Name Raclette ein bäuerliches Gericht aus der Schweiz: Zunächst wurde ein Laib Käse mit der Schnittfläche nah an der Glut oder der offenen Flamme eines Feuers platziert. Anschließend ließ sich die geschmolzene obere Schicht mit einem Spatel, dem sogenannten „Raclette“, abhobeln. Viele Eidgenossen bereiten auch heute noch Raclette auf diese althergebrachte Weise zu. Deutlich einfacher geht es allerdings mit fertig geschnittenen Käsescheiben, die in kleine Pfännchen gelegt und unter die Grillvorrichtung eines Raclette-Geräts geschoben werden. Dabei kann jeder sein Pfännchen nach eigenen Wünschen mit diversen Zutaten (siehe unten) füllen, die dann im Raclette-Grill überbacken werden.

Das muss der Raclette-Grill können

Apropos Raclette-Grill: Beim Kauf sind einige Dinge zu beachten. Eine antihaftbeschichtete Grillplatte und ebensolche Grillpfännchen sollten selbstverständlich sein. Meist werden vier bis acht solcher Pfännchen mit einem Grill geliefert. In der Regel liegt die Leistung des Grills zwischen 500 und 1500 Watt. Zu Ihrer Sicherheit sollten die Füße rutschfest und die Griffe wärmeisoliert sein. Raclette-Grills gibt es ab etwa 20 Euro, aber für ein Gerät aus der obersten Kategorie können auch schon mal 300 Euro fällig werden.

Diese Zutaten benötigen Sie für Raclette

Das wichtigste beim Raclette ist und bleibt der Käse. Im Handel gibt es speziellen Raclettekäse – dieser ist würzig und leicht schmelzend. Lassen Sie sich beim Händler den Käse gleich in Scheiben schneiden! Pro Person sollte man mit etwa 250 g Käse rechnen – nur sehr geübte Esser schaffen auch 300 Gramm. Die klassische Beilage sind Pellkartoffeln. Gewürfelter Speck im Pfännchen macht die Fleischesser glücklich. Weiterhin sind saure Gurken, Perlzwiebeln und anderes sauer eingelegtes Gemüse wie Mixed Pickles gute Begleiter zum Raclette. Manche schwören auch auf Obst – etwa Ananasscheiben. Wenn der Raclettegrill über eine Abdeckung aus Stein oder Metall verfügt, können Sie darauf auch das Fleisch, den Fisch und rohes Gemüse braten. Alle Zutaten kommen pfannenfertig geschnitten auf den Tisch. Das Raclettegerät muss erst kurz vor Beginn der Mahlzeit angeheizt werden. Und nun heißt es: Guten Appetit!

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