Pflanzenzucht mit LED-Beleuchtung

Pflanzenzucht mit LED-Beleuchtung

5. Oktober 2018 0 Von Linda

Jeder, der eine Vielfalt an Pflanzen in seiner Wohnung hochzieht, wird das Problem kennen: Manche Pflanzenarten sind besonders sonnenliebend und verwelken in den dunklen Wintermonaten leicht. Diese sogenannten Heliophyten brauchen sehr viel Licht, um überhaupt wachsen zu können – was gerade bei der Pflanzenzucht zum Problem wird. Doch es muss nicht immer Sonnenlicht genutzt werden, häufig kommen Alternativen zum Einsatz, beispielsweise besonders stromsparende Pflanzenleuchten auf LED-Basis.

Das optimale Licht

Sonnenlicht akkurat zu imitieren ist nicht möglich und selbst wenn es Leuchtmittel gibt, die dem sehr nahekommen, ist dies für die Pflanzenzucht gar nicht unbedingt notwendig. Mittlerweile ist bekannt, dass vor allem blaulastige Lichtspektren für ein optimales Wachstum sorgen, während grünes Licht so gut wie gar nicht von den Pflanzen genutzt werden kann, weswegen das Chlorophyll in den Blättern grün erscheint. Auch kann jede Pflanze nur eine bestimmte Menge an Licht aufnehmen, die Lichtzufuhr ist ab einem bestimmten Punkt also nicht mehr proportional zum Wachstum. Viel eher hören Pflanzen ab einer bestimmten Menge an zugeführtem Licht auf, dieses weiter zu verwerten.

Pflanzenleuchten auf LED-Basis können das notwendige Lichtspektrum liefern und sind konventionellen Leuchtmitteln mittlerweile weit überlegen. Doch sollten Verbraucher auf eine transparente Produktbeschreibung achten: Professionelle Hersteller geben nicht nur die Beleuchtungsstärke ihrer Leuchtmittel in Lux an sondern machen auch Angaben zur Photonenflussdichte pro Fläche. Wer sich den Rechenaufwand sparen möchte kann sich an folgenden Richtwert halten: Pro Quadratmeter Fläche ist eine moderne LED Beleuchtung mit einer Leistungsaufnahme von 200 Watt ausreichend.

Kosten sparen mit LEDs

LED-Leuchtmittel sind zwar in der Anschaffung kostenintensiver als die althergebrachte Halogen-Metalldampflampen, rechnen sich aber über einen längeren Zeitraum fast immer, da sie eine weitaus höhere Lebensdauer haben und gleichzeitig nur die Hälfte an Strom verbrauchen. Zudem stellen die LED-Lampen keine Brandgefahr da und sind, dank des Verzichts auf giftige Metalle, auch einfach zu entsorgen, sollten sie eines Tages doch einmal kaputtgehen.

C3- und C4-Pflanzen

Als Anfänger sollte man sich bei der Pflanzenzucht darüber bewusst sein, dass nicht alle Gewächse auf die gleiche Art Photosynthese betreiben. Sogenannte C3-Pflanzen, dazu zählen Hafer, Reis und Hanf, sind auf normale Temperatur- und Lichtverhältnisse ausgelegt. Ihre Photosyntheseleistung sinkt deutlich, sobald es heiß und trocken wird. Sie sind auf einen Hell-Dunkel-Zyklus ausgelegt und brauchen die Dunkelphase, um Photosynthese zu betreiben. C4 Pflanzen, dazu zählen Gräser, Mais und Hirse vertragen mehr Licht – sie sind dafür ausgelegt, auch bei einer hohen, kontinuierlichen Lichteinstrahlung wachsen zu können.

Bildquelle: Pixabay,999110, Kruscha

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