Neodym – Magnete mit besonderer Kraft

Neodym – Magnete mit besonderer Kraft

13. April 2018 0 Von Linda

Das chemische Element Neodym steht im Periodensystem in der Gruppe der Lanthanoide und ist eines der Metalle der seltenen Erden. Neodym Magnete sind für ihre starken Kräfte bekannt. Wofür können die „stärksten Dauermagnete der Welt“ wirklich eingesetzt werden?

Höchste Haftkraft bei geringen Abmessungen

Magnete aus Neodym werden in unterschiedlichen Formen wie Würfel, Scheiben, Stäbe, Ringe, Kugeln und Quader angeboten. Bei der Herstellung werden sie mit einer Nickel-Kupfer-Nickel-Beschichtung überzogen, der sie ihre silberne Oberfläche verdanken. Eingesetzt werden die Dauermagnete bevorzugt von Bastelfans für Befestigungen aller Art sowie im Bereich Modellbau. Durch ihre superstarke Haftkraft sind bereits kleinste Neodym Magnete ebenso stark wie größere handelsübliche Magnete. Schon bei kleinsten Abmessungen erreichen die Supermagnete aufgrund ihrer speziellen NdFeB Verbindung eine große Haftkraft. Im Vergleich dazu sind herkömmliche Ferrit Magnete bei gleichem Volumen erheblich schwächer. Fachleute empfehlen Magnete aus Neodym für kleine oder leichte Produkte. Aufgrund des seltenen Metalls muss beim Kauf von Neodym Magneten mit höheren Preisen gerechnet werden als bei den vergleichbar günstigen Ferrit-Magneten. Für den Einsatz im Außenbereich sowie bei höheren Temperaturen über 80 Grad sind Magnete aus Ferrit den Neodym Produkten überlegen. Selbstklebende Neodym Magnete eignen sich zum Verschließen von Papier- und Kartonartikeln, zum Befestigen von Namensschildern sowie zum Basteln. Mit dem stärksten Ringmagneten lässt sich sogar ein Fahrrad aus dem Fluss ziehen, während Quadermagnete eine Haftkraft von bis zu 100 Kilogramm besitzen. Hochwertige Dauermagnete, die über 50 Prozent mehr Energie verfügen als vergleichbare Magnete gibt es ebenso wie Magnete unterschiedlichster Abmessungen und Formen beim Fachhändler. Ein umfangreiches Angebot an Neodym Magneten und andere hochwertige Magnete findet sich auf www.magnet-shop.net. Magnete aus Neodym kommen auch für Halteanwendungen im Modellbaubereich zum Einsatz. In diesem Sektor werden Dauermagnete im Millimeterbereich benötigt, mit denen sich bei geringsten Abmessungen die notwendige Haftkraft erzielen lässt. Die aus einer Neodym-Eisen-Bor Legierung hergestellten Magnete übersteigen mit ihrer magnetischen Haftkraft jene anderen Dauermagneten gleicher Größe um ein Vielfaches.

Stabile und langanhaltende Magnetisierung

Sogenannte Neodym Magnete kommen ebenfalls in Elektromotoren zum Einsatz, wobei bei der Magnet-Herstellung zusätzlich Terbium und Dysprosium verwendet werden. Diese Materialien sind bedingt durch den Aufschwung der Elektromobilität heiß begehrt und werden dadurch immer teurer und seltener. Bei der Gewinnung und Verarbeitung der Rohstoffe besitzt China beinahe ein Monopol. Magnete aus Neodym werden durch das Sinterverfahren, einem aufwendigen Herstellungsprozess angefertigt. Zur Herstellung der Neodym-Legierung müssen Eisen, Bor und Neodym genau gewogen und anschließend in einen Vakuuminduktionsofen eingebracht werden. Abhängig vom jeweiligen Magnettyp werden zusätzliche Elemente wie Dysprosium, Gadolinium, Kobalt und Kupfer hinzugefügt um bestimmte Eigenschaften, beispielsweise die Korrosionsbeständigkeit zu erhöhen. Diese Mischung wird anschließend durch Hochfrequenzerhitzung geschmolzen. Obwohl die Herstellungsverfahren weitgehend standardisiert sind, besitzt jeder Hersteller seine eigene Rezeptur für die unterschiedlichen Magnettypen. Die endgültige Magnetisierung erfolgt nach der Beschichtung des Neodym Magneten. Zu diesem Zweck werden die Magneten in einer Spule fixiert und mit einer Magnetkraft, die um ein Dreifaches höher als vorgesehen Magnetisierung des Magneten ist, magnetisiert. Magnete aus Neodym besitzen eine stabile Magnetisierung, die sich auch bei längerem Gebrauch nicht abschwächt. Der Magnetisierungsvorgang unterliegt einer ständigen Kontrolle, bevor die Magnete für den Handel freigegeben werden.

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Bildquelle: Pixabay, 820960, Meredin