Lebensmittel richtig einfrieren: Tipps gegen Gefrierbrand und Haltbarkeit

3. Januar 2013 Aus Von Linda

Das Einfrieren wird dann interessant, wenn wir eine größere Menge schnell verderblicher Lebensmittel haben. Wer selbst erntet oder fertig zubereitete Speisen später erst verzehren will, der braucht Tipps rund um die Vermeidung von Gefrierbrand und Co. Doch wie steht es eigentlich um die Haltbarkeit?


Gefrierbrand war so ein Wort, das in den 90er Jahren des vorherigen Jahrtausends immer wieder vom Werbefernsehen verwendet wurde. Mit dem richtigen Einfrieren von Lebensmitteln befassen sich allerdings nicht nur Werbefachleute und Hersteller von Plastikbeutelchen und Co.

Einfrieren von Lebensmitteln- Haltbarkeit

Tomaten, Kräuter und andere Lebensmittel halten sich schon im Kühlschrank eine ganze Weile. Allerdings geht damit nicht nur ein erheblicher Qualitätsverlust einher. Vitamingehalt und Geschmack leiden erheblich unter zu langer Lagerung. Besser ist es, die betreffenden Lebensmittel einzufrieren.

Doch auch die Haltbarkeit tiefgefrorener Lebensmittel kennt seine Grenzen. Manches ist bis zu einem Jahr haltbar. Andere Speisen und Lebensmittel verderben schon nach wenigen Wochen. Die Rede ist hier übrigens nicht von der käuflich erworbenen Tiefkühlkost. Es geht einzig und allein um die Haltbarkeit selbst eingefrorener Lebensmittel.

Die Frage nach der Haltbarkeit richtet sich auch nach dem Tiefkühlgerät. Im in den Kühlschrank integrierten Fach halten Lebensmittel bei weitem nicht so lang, wie in der großen Kühltruhe. Bei -18°C hält korrekt vorbereitetes Gemüse bis zu einem Jahr. Fettes Fleisch, wie zum Beispiel Schwein, ist nach etwa 6 Monaten nicht mehr zu genießen.

Gemüse- richtiges Vorbereiten auf das Einfrieren

Bis auf Salatgurken, kann man eigentlich alle Gemüsesorten einfrieren. Neben dem Trocknen, eignet sich das Einfrieren auch als Konservierungsmethode für Kräuter. Damit das Gemüse bis zu einem Jahr haltbar wird, sollte es vor dem Weg in die Kälte gewaschen, geputzt und blanchiert werden. Damit wird die Enzymaktivität weitestgehend herabgesetzt. Das Gemüse behält seine Farbe und auch einen Großteil der enthaltenen Vitamine.

Auch wenn es Gefrierbeutel und zum Einfrieren geeignete Dosen in verschiedenen Größenordnungen gibt, sollte man immer nur kleine Portionen für den Froster abfüllen. Das wirkt sich günstig auf die Qualität der Lebensmittel aus. Kräuter sollten zuvor übrigens noch einmal gewaschen werden. Dann werden sie gehackt und in kleinen Gefrierbeuteln, beziehungsweise in mit Wasser aufgefüllten Eiswürfelbehältern eingefroren.

Brot und Kuchen kann man auch einfrieren!

Problemlos einfrieren kann man Brot, Brötchen, Baguettes und einige Rührkuchen. Schneidet man das Brot schon vor dem Einfrieren in Scheiben, so lassen sie sich im Nachhinein einzeln entnehmen und verwenden. Auch sollten die Backwaren möglichst frisch sein. Dann schmecken sie nach dem Auftauen umso besser. Eingefrorenes Brot und Brötchen lassen sich einfach herausnehmen und an der Luft auftauen. Kuchen kann auch in der Mikrowelle sanft aufgetaut werden.

Meistens werden aber auch Essensreste eingefroren. Hier sollte man etwas mehr Vorsicht walten lassen. Grundsätzlich lässt sich hier alles einfrieren, nur bei Kartoffeln, Aufläufen und bei Sahnesoßen sollte man vorsichtiger sein. Letztere können durch den Gefriervorgang ausflocken, was einfach nur unschön aussieht.

Zudem empfiehlt es sich beim Einfrieren, wie auch bei der Aufbewahrung im Kühlschrank, die einzelnen Bestandteile des Gerichts in separaten Dosen und Gefrierbeuteln einzufrieren. Beim Auftauen entsteht ansonsten schnell ein Brei, da sich die Komponenten zu schnell mischen. Ist man im Besitz einer Mikrowelle erübrigt sich diese Maßnahme allerdings. Ansonsten sollten Essensreste immer schnell und heiß aufgetaut werden!