Hygiene im Haushalt: Wo sich die meisten Bakterien verstecken

19. März 2012 Aus Von Linda

Hygiene im Haushalt ist eine Selbstverständlichkeit, doch wenn man nicht genau weiß, wo sie am wichtigsten ist, nützen auch die besten Vorsätze nichts.

Schon oft wurde in den Medien darüber berichtet, dass sich Bakterien gern an Orten versteckt halten, an denen man sie am wenigsten vermuten würde. Trotzdem kann es nicht schaden, sich mit diesem Thema noch einmal zu beschäftigen, denn noch immer gibt es in Sachen Hygiene im Haushalt große Wissenslücken.

Hygiene im Haushalt: Offensichtliche Bakterienherde

Offensichtliche Brutstätten für Keime und Bakterien sind natürlich die Orte im Haushalt, die man ohnehin öfter putzt als alles andere: Die Toilette, der Abfluss, der Küchenboden, die häufig benutzte Arbeitsplatte, der verkrustete Herd und so weiter. Hier geht man öfter mit dem Putzlappen drüber, einfach weil der Schmutz wirklich sichtbar ist und weil man weiß, dass sich hier schnell Keime einnisten können. Sogar die Computertastatur weist offensichtliche Spuren auf, hier allerdings sind die Meisten trotzdem etwas nachlässig, wenn es um die Säuberung geht.

Lappen, Schwämme, Holzbrettchen und Co.

Inzwischen sind auch ein paar versteckte Bakterienherde zu bekannten Problemstellen geworden. So wissen die Meisten, dass der Lappen und der Schwamm in der Spüle regelmäßig gewechselt werden müssen, da sich hier unerwartet schnell und vor allem unsichtbar Bakterien ausbreiten. Dasselbe gilt für Handtücher, sowohl in der Küche als auch im Badezimmer. Und auch Kunststoff- und Holzbrettchen müssen regelmäßig gut gereinigt werden, da sich beim Schneiden von Lebensmitteln ungeliebte „Kleinigkeiten“ in den Kratzern festsetzen können.

Wie sieht es eigentlich im Kühlschrank aus? Selbst wenn hier keine offenkundigen Schmutzflecken zu sehen sind und die niedrigen Temperaturen nicht unbedingt ein ideales Klima für Bakterien zu sein scheint, können sich auch hier Keime entwickeln, die man lieber nicht in der Nähe seiner Lebensmittel hätte. Daher ist auch hier ab und an eine Reinigung angebracht, die zum Beispiel einfach mit einem Essigreiniger vorgenommen werden kann. Und zuletzt sollte man sich regelmäßig den Reglern der Wasserhähne widmen, die man so oft mit schmutzigen Händen anfasst.

Haushaltsgeräte als Bakterienschleudern

Wo man Keime und Bakterien wahrscheinlich am wenigsten erwartet? Dort wo es eigentlich um Sauberkeit geht, nämlich in Haushaltsgeräten, die uns beim Putzen helfen: Ob Spülmaschine, Trockner, Waschmaschine oder Staubsauger – Im Verborgenen lauert so manches, das im einfachsten Fall nur üble Gerüche hervorrufen kann. Daher gilt es, Flusensiebe regelmäßig zu leeren, die Waschmaschine alle paar Wochen im Kochprogramm laufen zu lassen, den Staubsaugerbeutel nicht bis zum Bersten zu füllen und vor allem alle Geräte immer gut auslüften zu lassen.

Auch sollte man regelmäßig die Kaffeemaschine reinigen, was schon damit beginnt, den nassen Kaffeesatz nicht länger als nötig im Filter verbleiben zu lassen. Ab und an kann außerdem eine Spülung mit Essig- oder Zitronenwasser nicht schaden.

Grundregeln zum Thema Hygiene im Haushalt

Nun geht es aber nicht darum, den ganzen Tag nur mit Putzen zu verbringen, und auch das ständige Bereithalten von Desinfektionsmitteln ist absolut unnötig. Ganz im Gegenteil! Immerhin braucht unser Immunsystem ein gewisses Training, um in Schwung zu bleiben. Aus der Wohnung soll demnach keine sterile Umgebung werden (was ohnehin schwer umzusetzen wäre), nur auf ein paar grundlegende Punkte sollte man möglichst immer achten.

Zum einen brauchen Bakterien or allem Feuchtigkeit, um sich zu vermehren, also ist dies eine ihrer größten Schwachstellen. Für uns heißt das, darauf zu achten, dass sich nirgendwo im Haushalt Nässe staut, dass anfällige Küchenutensilien wie Holzbretter nicht feucht übereinander gestapelt werden, dass klamme Handtücher gut zum Trocknen ausgebreitet werden, kein Wasser im Wasserkocher stehen bleibt und so weiter.

Des Weiteren gilt: Hände waschen nicht vergessen! Und zwar nicht nur einmal vor dem Essen, sondern vor allem immer dann, wenn man mit Lebensmitteln hantiert hat. Beim Verarbeiten von eben solchen sollte man außerdem Ringe, Uhren und Armbänder ablegen, da sich hier gern Reste organischen Materials sammeln, die selbst in winzigsten, nicht sichtbaren Mengen zu Brutstätten für Bakterien werden. So geht man zwar nicht allem Schmutz aus dem Weg, legt jedoch eine gute Grundlage.